Ihr Vorteil: Sie sind schon auf dem richtigen Weg.
Der Digitale Produktpass (DPP) wird die Art, wie Unternehmen Produktdaten entlang der Lieferkette austauschen, grundlegend verändern. Als Teamcenter-Anwender haben Sie eine entscheidende Ausgangslage: Siemens hat die technische Basis dafür bereits direkt in Teamcenter integriert.
Nexpirit hilft Ihnen, diese Möglichkeit konkret zu nutzen – auf Ihre bestehende Systemlandschaft abgestimmt.
Der Digitale Produktpass (DPP) ist ein zentrales Element der EU-Ökodesignverordnung (ESPR – Ecodesign for Sustainable Products Regulation). Er verpflichtet Hersteller, strukturierte Produktdaten, zum Beispiel Materialzusammensetzung über Umweltkennzahlen bis hin zu Reparatur- und Recyclinginformationen, maschinenlesbar bereitzustellen.
Das Ziel: Transparenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette, für Behörden, Abnehmer und Endverbraucher gleichermaßen.
Wer künftig einen QR-Code zum Digitalen Produktpass scannt, z.B. ein Kunde, ein Prüfer, eine Behörde, erhält in weniger als 2 Sekunden umfangreiche Auskünfte zu diesem Produkt: wo es herkommt, welche Bestandteile enthalten sind, wie es entsorgt werden muss, wie viel CO2 es verursacht, und vieles mehr.
Aber was steckt eigentlich dahinter? Eine komplexe Datenkette, von der Rohstoffebene über verschiedene Zulieferer und Fertigung bis zum fertigen Produkt. All diese Informationen aktuell bereitzustellen ist keine IT-Aufgabe, die man nebenbei löst. Es ist eine Infrastrukturaufgabe und sie beginnt lange vor dem QR-Code.
Was der DPP tatsächlich voraussetzt
Nexpirit bringt genau die Kombination mit, die für den DPP entscheidend ist: tiefes PLM-Know-how in Teamcenter, langjährige Erfahrung in Material Compliance und Werkstoffdatenmanagement, sowie die Fähigkeit, die Datenquellen entlang der Lieferkette per Schnittstelle so miteinander zu verbinden, dass alles automatisiert in Teamcenter zusammenfließt.
Das Ergebnis: eine durchgängige Datenbasis, die den DPP nicht nur möglich macht – sondern dauerhaft pflegt.
Die ESPR wird schrittweise eingeführt. Bei Batterien gilt der DPP bereits heute. In den nächsten zwei bis fünf Jahren wird die Pflicht auf weitere Produktkategorien ausgeweitet – darunter Maschinenbauprodukte, Elektronik und Investitionsgüter. Unternehmen, die sich jetzt vorbereiten, vermeiden spätere Kosten durch kurzfristige Systemanpassungen.
Die Asset Administration Shell (AAS) ist der offene, herstellerunabhängige Standard, auf dem der Digitale Produktpass technisch aufbaut. Sie definiert, wie Produktdaten – von der Konstruktionszeichnung über den Product Carbon Footprint (PCF) bis zum Wartungshandbuch – strukturiert gespeichert und systemübergreifend ausgetauscht werden.
Was die AAS konkret bedeutet:
Siemens hat die AAS-Unterstützung mit dem Teamcenter-Release 2512 nativ in Teamcenter Supplier Connect integriert. Das bedeutet: Wer Teamcenter einsetzt, hat die technische Basis für den Digitalen Produktpass bereits im Haus.
Evaluierungen zeigen eine Zeitersparnis von bis zu 79 % bei der Datenvervollständigung, 67 % bei der Strukturierung und 37 % bei der Identifikation fehlender Informationen.
Weniger manueller Aufwand, weniger Fehler – und ein System, das für die regulatorischen Anforderungen der nächsten Jahre gerüstet ist.
Die Siemens AAS-Lösung in Teamcenter ist leistungsstark und komplex. Welche Funktionen für Ihr Unternehmen sinnvoll sind, hängt von Ihrer Branche, Ihrer Lieferkettenstruktur und Ihren regulatorischen Anforderungen ab. Nexpirit begleitet Sie dabei, genau die Lösung umzusetzen, die zu Ihrem Kontext passt.
Wie bei allen Nexpirit-Projekten gilt: Unsere Teamcenter Lösungen werden individuell an Ihre Systemlandschaft angepasst.Die Konfiguration wird abgestimmt auf Ihre Branche, Ihre Lieferkettenstruktur und Ihre Systemlandschaft.
"Was mich an der Verwaltungsschale fasziniert, ist, dass durch einen gemeinsamen Standard plötzlich so vieles möglich wird, was vorher an fehlender Interoperabilität gescheitert ist - das gilt für den Datenaustausch mit Zulieferern genauso wie für die Umsetzung des Digitalen Produktpasses."
Benedikt Seidel, PLM Consultant & AAS-Experte, Nexpirit GmbH
Ja – mit der richtigen Konfiguration. Siemens hat mit dem Teamcenter-Release 2512 die native AAS-Unterstützung in Teamcenter Supplier Connect integriert. Die AAS ist das standardisierte Datenformat, auf dem der DPP technisch aufbaut. Das bedeutet: Wer Teamcenter einsetzt und die AAS-Funktionalität einrichtet, kann die für den DPP erforderlichen Produktdaten – von der Materialzusammensetzung über den Product Carbon Footprint bis zu Compliance-Nachweisen – strukturiert in Teamcenter verwalten und im AAS-Format ausgeben.
Der entscheidende Faktor ist dabei die Datenqualität und -vollständigkeit: Teamcenter stellt die Infrastruktur bereit, aber die Daten müssen vollständig vorliegen und aus der Lieferkette automatisiert einfließen. Genau hier setzt Nexpirit an – mit der Konfiguration der AAS-Lösung, der Anbindung von Lieferantendaten und der Integration in bestehende Compliance-Prozesse.
Mit Teamcenter Supplier Connect (ab Release 2512) können Unternehmen AAS-Daten direkt importieren und exportieren, digitale Zwillinge für Komponenten und Baugruppen im AAS-Format verwalten, Lieferantendaten standardisiert einpflegen und aggregieren, Product-Carbon-Footprint-Daten (PCF) nach IDTA-Standard strukturieren und austauschen sowie alle relevanten Asset-Informationen – Typenschild, Dokumentation, 3D-Modelle, Änderungsmeldungen – zentral in einem System halten.
Siemens liefert mit Teamcenter die technische Plattform und die native AAS-Funktionalität. Was Siemens nicht übernimmt, ist die individuelle Implementierung beim Kunden – die Konfiguration auf die spezifische Systemlandschaft, die Anbindung an ERP und weitere Systeme, die Strukturierung der Produktdaten und die Integration von Lieferantendaten. Das ist die Aufgabe von Nexpirit als Siemens-Implementierungspartner: die AAS-Lösung so einzurichten, dass sie im Kontext des jeweiligen Unternehmens funktioniert – und den Weg zum Digitalen Produktpass konkret umsetzbar macht.
Die Asset Administration Shell – auf Deutsch auch Verwaltungsschale – ist das standardisierte digitale Abbild eines Assets, also einer Maschine, eines Bauteils, eines Produkts oder einer Softwarekomponente. Sie definiert, wie alle relevanten Informationen zu diesem Asset – technische Daten, Dokumentation, Umweltkennzahlen, Änderungshistorie – strukturiert gespeichert und systemübergreifend ausgetauscht werden. Die AAS ist als internationaler Standard IEC 63278-1 anerkannt und wird von der Industrial Digital Twin Association (IDTA) weiterentwickelt.
Verwaltungsschale ist der deutsche Begriff für die Asset Administration Shell (AAS). Der Begriff beschreibt treffend das Konzept: Eine digitale „Schale“ legt sich um ein physisches oder digitales Asset und hält alle relevanten Informationen dazu vor – strukturiert, maschinenlesbar und standardisiert austauschbar. Im industriellen Kontext ist die Verwaltungsschale die Grundlage für einen herstellerunabhängigen Datenaustausch entlang der Lieferkette.
Ein AAS-Server ist eine Infrastrukturkomponente, die Verwaltungsschalen hostet und anderen Systemen den Zugriff darauf ermöglicht – über standardisierte Schnittstellen (APIs). Unternehmen können eigene AAS-Server betreiben und gezielt festlegen, welche Daten für welche Partner abrufbar sind. Alternativ können AAS-Daten auch als Datei im .aasx-Format bereitgestellt und direkt in andere Systeme importiert werden – ein einfacherer Einstieg für viele Unternehmen.
Ein Digital Twin ist das übergeordnete Konzept: das digitale Abbild eines physischen Assets mit all seinen Eigenschaften und Zustandsdaten. Die Asset Administration Shell ist die standardisierte technische Umsetzung dieses Konzepts – sie definiert, in welchem Format und nach welchen Regeln ein Digital Twin gespeichert und ausgetauscht wird. Kurz gesagt: Der Digital Twin ist die Idee, die AAS ist der Standard, der ihn interoperabel macht.
Ein Digitaler Produktpass (DPP) ist ein strukturierter, maschinenlesbarer Datensatz, der alle wesentlichen Informationen zu einem Produkt über dessen gesamten Lebenszyklus enthält. Typische Bestandteile sind: Materialzusammensetzung und Inhaltsstoffe, Umweltkennzahlen wie der Product Carbon Footprint (PCF), Informationen zur Reparierbarkeit und Recyclingfähigkeit, Compliance-Nachweise (z. B. REACH, RoHS), eindeutige Produktidentifikation sowie Informationen zur Entsorgung. Der DPP ist über einen eindeutigen Identifikator – in der Regel einen QR-Code oder eine andere maschinenlesbare Kennung – abrufbar.
Die Erstellung eines DPP setzt eine durchgängige Datenbasis voraus – und das ist die eigentliche Herausforderung. Benötigt werden: vollständige Stücklisten bis auf Rohstoffebene, Lieferantendaten zu Inhaltsstoffen und Umweltkennzahlen, Compliance-Deklarationen (REACH, SCIP, RoHS), eine eindeutige Produktidentifikation, ein standardisiertes Datenformat für den Austausch (z. B. AAS) sowie die IT-Infrastruktur, um all diese Daten automatisiert zusammenzuführen und bereitzustellen. Ein PLM-System wie Teamcenter ist dabei der ideale zentrale Datenhub.
Die Asset Administration Shell ist die technische Grundlage, auf der der Digitale Produktpass aufbaut. Die EU-Ökodesignverordnung (ESPR) schreibt vor, dass DPP-Daten standardisiert, maschinenlesbar und systemübergreifend austauschbar sein müssen – genau das leistet die AAS. Siemens hat sich entschieden, die AAS als technisches Format für die DPP-Umsetzung in Teamcenter zu nutzen. Wer die AAS heute einführt, schafft damit gleichzeitig die Infrastruktur für den DPP.
Sprechen Sie mit uns darüber, wie die AAS-Lösung von Siemens in Ihrem Teamcenter-Umfeld konkret aussehen kann – und welche Vorteile Sie heute schon realisieren können.
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